Tradition, Bier & Biergarten
seit über 270 Jahren

Die Bergkirchweih Erlangen, liebevoll „Der Berg" genannt, zählt zu den bedeutendsten Volksfesten Bayerns. Jedes Jahr zu Pfingsten verwandelt sich der Erlanger Burgberg in eine riesige Festmeile – geprägt von schattenspendenden Kastanienwäldern, kühlem Kellerbier und den unverwechselbaren Kellerwirten, die dieses Fest seit Generationen am Leben erhalten.

271.
Ausgabe 2026
13
Kellerwirte
12
Fest­tage
1718
Ältester Keller

Von historischen Brauereikellern aus dem 18. Jahrhundert bis zu modernen Biergärten – jeder Keller hat seine eigene Geschichte, seine eigene Atmosphäre und sein eigenes Stammpublikum. Zusammen bilden die Bergwirte das Herzstück des Erlanger Bergs.

13 Keller. Eine Bergkirchweih.

Hier findest du alle Kellerwirte der 271. Bergkirchweih Erlangen auf einen Blick – mit Gründungsjahr, Webseite und direktem Link zur Anfahrt.

Birkners Keller

Der östlichste Felsenkeller auf dem Festgelände – 1895 von Emil Birkner als Bierwirtschaft eröffnet, 1919 wieder geschlossen und seit 1983 neu belebt. Ab 1989 im Ausschank: original Kitzmann Bergkirchweihbier, besonders beim jüngeren Bergpublikum beliebt.

Entlas Keller

Seit 1950 im Besitz der Familie Engelhardt – ein zentraler Ort der Erlanger Biergeschichte. Highlight: Führungen durch das Gewölbe des Entla's Kellers und die angrenzenden Gänge des Henninger Kellers tief im Inneren des Burgbergs.

Erich Keller

Ältester Keller auf dem Berg, 1718 von Familie Windisch gegründet. Von Auswärtigen oft als Herzstück der Bergkirchweih bezeichnet. Bekannt für sein traditionsreiches Abschlusslied am letzten Festmontag – ein unvergesslicher Abschluss für jeden Bergbesucher.

Hartmanns Keller

Das achtseitige Kellerhäuschen entstand Ende des 18. Jahrhunderts – der flächenmäßig kleinste Keller auf dem Berg. Heute von Wirtin Rosi Müller betreut, die auch Müllers Bergstation am Weller Keller führt. Außerhalb der Festzeit diente er einst als Kartoffel- und Krautlager.

Helbig Keller

1861 von Familie Helbig erworben, wechselte der Keller mehrfach die Hände und gehört seit 2000 zur Familie Gewalt (Steinbach Bräu). Besonderheit: Hier befindet sich ein echter, begehbarer Felsenkeller – Gäste dürfen direkt im historischen Gewölbe sitzen.

Henninger Keller

Der größte Burgbergkeller – mit 861 Metern Tunnellänge zugleich der längste Bierkeller Erlangens. Als einziger Keller wurde er 1884 mit einem Nordeingang zur natürlichen Kühlung ausgebaut. Hier findet traditionell der Anstich der Bergkirchweih statt.

Hofbräu Keller

Brautradition seit 1729, von Georg Ernst Vierzigmann für die Nachbarschaft aufgebaut. Nach der Übernahme durch die Hofbräu AG Bamberg-Erlangen 1919 folgte eine über 75-jährige Bewirtschaftung durch Familie Steinmüller. Heute in den Händen von Michael Gewalt.

Hübners Keller

Die zugehörige Brauerei in der Hauptstraße war spätestens ab Ende des 17. Jahrhunderts aktiv. Conrad Hübner übernahm sie 1873, sein Nachfolger baute sie zur modernen Malzfabrik aus. Die Bierproduktion wurde nach dem Ersten Weltkrieg eingestellt – der Name Hübner lebt auf dem Berg weiter.

Niklas Keller

1866 von Karl Philipp Niklas erworben, 1895 als Aktienbrauerei neu aufgestellt, bis der Erste Weltkrieg dem Fernhandel ein Ende setzte. Seither in Familienbesitz – seit 2006 bewirtet Urenkel Michael den Keller und trägt die Familientradition weiter.

Steinbach Keller

Familie Steinbach braute hier von 1861 bis 1923, danach existierte der Betrieb nur noch als Mälzerei. Seit 1995 ist das Bierbrauen zurück – seit 1997 mit eigenem Ausschank auf dem Berg. Das Wappentier: Störche, die auf dem Hauskamin brüten und ihren Nachwuchs aufziehen.

Striezi Keller

Ehemals Tucher Keller, der 1918 an die Nürnberger Tucher-Brauerei überging und jahrzehntelang verpachtet wurde. Seit 2017 in Familienhand (Familie Striegel), seit 2026 im Besitz von Familie Schiller/Engelhardt – mit dem Entlas-Bräu „Gisla" zurück zu den Wurzeln der Bergkirchweih.

Weller Keller

Seit 2007 ergänzt Müllers Bergstation (ehemals Monis Bergstation) den Weller Keller. Von der überdachten Terrasse reicht der Blick bis zum Riesenrad. Im gemütlichen Weißbierkeller gibt es fränkische Küche mit regionalen Zutaten – von Schweinsbraten bis hausgebackenem Kuchen.

Goldmann Keller

Ehemals Kirchner Keller, seit 2008 von Thomas Goldmann bewirtschaftet – dem kleinsten Keller auf dem Berg mit der größten Bierauswahl. Einziger Ausschankort am Berg für Rauchbier, einer fränkischen Spezialität mit jahrhundertealter Tradition.

Alle Infos zur Bergkirchweih 2026

Öffnungszeiten, Anfahrt, aktuelle News und das komplette Programm findest du auf der offiziellen Seite der Stadt Erlangen.

→ Offizielle Infos der Stadt Erlangen